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Who wants to fuck my… lesbian girlfriend

Vorgestern 23:10 Uhr, war es soweit: TELE5 strahlte Christian Ulmens (in der Rolle des Uwe Wöllners) neue Show “Who wants to fuck my girlfriend” erstmalig aus. Zwei Männer schicken ihre Freundin ins Rennen um Punkte. Wie erhält man diese Punkte? Es wird die Punktzahl der Freundin erhöht, die in verschiedenen Disziplinen eindeutige Avancen von Männern erhält, die darauf schließen lassen, dass der Mann Geschlechtsverkehr mit ihr ausüben möchte.

Erste Sendung – gleich eine Sonderausgabe des Formats aufgrund vieler “Proteste” im (Social) Web. Eine kleine Zusammenfassung der Geschehnisse hat ulmen.tv selbst dazu erstellt und eine Stellungnahme des Produzenten verfasst. Um sich von den Sexismus-Vorwürfen frei zu sprechen, drehte man den Spieß um. Lesbische Pärchen traten an und die Freundin wurde auf andere Frauen losgelassen. Mehr im Video:

Nach dem Grundsatz “Es gibt keine schlechte PR” verursachte der #Aufschrei rund um die als sexistisch eingestufte Show natürlich eine große Welle, die eine breite Medienpräsenz auslöste. Besser hätte es kaum laufen können. Die Show wurde heiß diskutiert.

Nun durfte man natürlich gespannt sein was wirklich hinter dem Format steckt. Mein Schnellfazit: ich fand die Show recht enttäuschend. 35 Minuten lang peinliches Gewitzel, Ulmen in seiner Rolle als Uwe Wöllner stolpert durch die Moderation, lässt einen zotigen Spruch nach dem anderen auf die vollkommen wehrlosen Lesben los, die vorpubertär gackern und sich dabei ständig verstolen wegdrehen. Sie sind ihm und der Show ausgeliefert. Tiefpunkt der Sendung: die Mutter einer Kandidatin wird aus dem Publikum geholt mit in ein lächerliches Spiel integriert. Nicht nur, dass sie sich ansehen darf, wie sich ihre 19 jährige Tochter zur Deppenin macht – nein, Mama Lesbe wird auch noch vorgeführt.

Die weiteren gefilmten Spielchen waren auch wenig amüsierend oder schockierend. Lesbe wird in eine Café geschickt, quatscht diverse Frauen an und will Komplimente sammeln. “Findest du mich hübsch? – “Ja” = 1 Punkt. Na sauber. Bei einer fiktiven Marktforschung fragen die Probandinnen ihre MaFo-Opfer, ob es sie erregen würde, wenn sie sich die Vagina der Fragestellerin vorstellen würden. Antwort war mehrheitlich nein, gibt also auch keine Punkte. Schade.

Letzte Disziplin: das fun game “Resteficken”. Die Mädels werden um 3 Uhr in eine Bar geschickt, müssen versuchen noch eine Alte für die Nacht abzugrätschen. Die Belohnung: 5 satte Punkte. Kandidatin 1 scheitert, kriegt die Mädels in ihrem Alter einfach nicht überzeugt, dass sie mit ihr für den gleichgeschlechtlichen ONS nach Hause gehen sollten. Kandidatin 2 dagegen – die kleine, zierliche 19 jährige – landet bei einer mehr als doppelt so alten Frau einen Volltreffer. Bisschen Small Talk, dann “Willst du mit mir nach haus kommen?” – “Ja, könnten wir eigentlich machen”, nur noch schnell einen letzten Schluck vom Drink und schon sind die 5 Punkte eingefahren.

Ja, das war er also, einer der ersten Fernsehaufreger in 2013, nur knapp geschlagen vom Dschungelcamp. Nächste Woche Donnerstag geht es um die gleiche Zeit weiter. Ob ich wieder einschalte? Bin mir noch nicht sicher… vielleicht muss ich auch sinnvollere Dinge erledigen wie Staub saugen, Waschbecken putzen oder einfach schlafen.

2 Reaktionen zu “Who wants to fuck my… lesbian girlfriend”

  1. Jenny

    SCHEISS SENDUNG!!! wer guckt denn sowas überhaupt???????? christian ulmen war mal cool! jetzt nicht mehr!!

  2. Marie

    wie kann man sich das nur anschauen? zeitverschwendung pur!

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